Letztes Spiel
29.08.10
Dürwiß - Junkersdorf
2 : 1 (2:0)
Nächstes Spiel
05.09.10
Teveren - Dürwiß
15.00 Uhr
| ... | Sp. | Pt. | |
| 5. | Hürth | 1 | 3 |
| 6. | Alfter | 1 | 3 |
| 7. | Dürwiß | 1 | 3 |
| 8. | Freialdenhoven | 1 | 3 |
| 9. | Rott | 1 | 0 |
| ... |
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I. Mannschaft
2:1 Sieg im Auftakt gegen Junkersdorf.
II. Mannschaft
Dürwiß II verliert auch in Fortuna Beggendorf (1:3).
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Auszug Eschweiler Zeitung
Sonntag, 29.08.2010
Germ. Dürwiß - FC Junkersdorf
2 : 1 (2 : 0)
Germanen schaukeln den Sieg mit etwas Glück über die Zeit
Dürwiß schlägt den FC Junkersdorf 2:1. Tobias Schumacher und Stefan Baumgart verwandeln aus der Distanz.
Dürwiß. „Jetzt ist der Trainer mir doch wirklich um den Hals gefallen und hat mich geknutscht“, sagte Werner Jahr und lachte lauthals. Der überraschende Gefühlsausbruch von Michael Burlet kam nicht von ungefähr: 2:1 (2:0) hatte Germania Dürwiß zum Auftakt der Mittelrheinliga den FC Junkersdorf geschlagen. „Und Junkersdorf ist schließlich der selbsternannte Titelfavorit“, untermauerte Dürwiß’ Obmann Jahr die Bedeutung des Sieges.
„Werner und ich, wir arbeiten ja seit Jahren gut zusammen. Und das war heute schon ein besonderer Sieg“, erläuterte Burlet breit grinsend seine „Jubel-Attacke“. „Junkersdorf hat schon ein starkes Team zusammen, und wir haben den Sieg zum Schluss mit viel Glück über die Zeit gebracht.“
Von Beginn an war die Partie offen, Junkersdorf agierte offensiv, doch das Mittelfeld der Gastgeber stand gut. Mit einem schönen Distanzschuss aus 22 Metern traf Tobias Schumacher (8.) zum frühen Führungstor ins lange Eck. Team-Kollege Stefan Baumgart (35.) versuchte, es ihm auch aus 16, 17 Metern nachzumachen – und da der Ball noch leicht abgefälscht wurde, war er unhaltbar für den Junkersdorfer Keeper.
Nach der Pause änderte sich das Bild: Die Germanen zogen sich zurück, Junkersdorf erhöhte seine Schlagzahl und wechselte mit Niggemann und Camuralioglu zwei weitere starke Leute ein. Letzterer (60.) traf auch zum Anschluss. Und in der Nachspielzeit hatten die Germanen Glück, denn ein Kopfball traf nur die Latte des Dürwißer Gehäuses.
„In der zweiten Hälfte hat die Raumaufteilung auf einmal nicht mehr gestimmt, wir haben viel zu defensiv gestanden, hatten Probleme mit den Laufwegen. Die junge Mannschaft verkrampfte“, analysierte Burlet. „Vom Engagement her kann ich meinen Jungs aber keinen Vorwurf machen.“ (rau)
Dürwiß: Plum – Heck, S. Baumann, Baumgart, Schumacher, Schweizer, Fäuster, Graf, K. Baumann (57. Russek), Nowak (72. Jesse), Krautzberger (88. Strujic)
Von Max Eckstein
Da wächst etwas Tolles zusammen
Germania Dürwiß und Trainer Michael Burlet auch in Spielzeit 2 bescheiden
Dürwiß. Mit allseits bekannten und zumindest teilweise abgedroschenen Sprüchen hat es Michael Burlet nicht. So darf sich auch niemand wundern, wenn der Trainer des Fußball-Mittelrheinligisten Germania Dürwiß sagt: „Man kann sich auch einreden, dass die zweite Saison in einer neuen Spielklasse deutlich schwerer als die erste ist. Sicher haben wir mit einem höheren Druck umzugehen als nach dem Aufstieg. Da hat keiner viel erwartet. Jetzt sind wir für alle Gegner eine bekannte Größe. Andererseits haben unsere jungen Leute reichlich Erfahrung gesammelt. Es muss sich zeigen, was mehr ins Gewicht fällt.“
Unabhängig von der Beantwortung dieser Frage ist die Zielsetzung bei den Germanen ganz klar – der Klassenerhalt. „Den wollen wir möglichst frühzeitig sichern“, betont Michael Burlet. „Wenn dann mehr drin ist, nehmen wir einen solchen Bonus natürlich gerne an.“ Dass kein Spaziergang erwartet werden kann, ist in Dürwiß jedem klar. Das gilt vor allem, weil man die Liga insgesamt noch stärker erwartet als in der vergangenen Spielzeit, wozu auch die hoch eingeschätzten Aufsteiger ihren Beitrag leisten. „Es wird auf jeden Fall interessant“, ist der Germania-Trainer überzeugt. „Und man muss es doch einfach so sehen, dass wir quasi in der Bundesliga spielen, aus der so gut wie keiner nach oben kann. Darauf freuen wir uns riesig.“
Und das sagt Michael Burlet aus Überzeugung, obwohl die Urlaubszeit doch erheblichen Einfluss auf die Vorbereitung hatte. „Vor allem im Mittelfeld gab es einige Probleme“, berichtet Michael Burlet. „Manni Fleps zum Beispiel ist noch bis Ende dieser Woche weg. Andererseits ergaben sich durch diese Engpässe Bewährungschancen für einige andere Akteure. Mit Blick auf den Saisonstart ist mir keinesfalls bange. Wer seinen Trainingsplan gewissenhaft abgearbeitet hat, wird auch in Topform sein.“ Das wäre am Sonntag ab 17 Uhr gegen den FC Junkersdorf zu beweisen.
Genügend Motivation haben die Beteiligten getankt. Das geschah nicht nur mit den Siegen beim sehr stark besetzten Turnier in Rott und bei der mehr unter dem Prestige-Aspekt zu sehenden Stadtmeisterschaft. „Wir haben eine Teambildungsmaßnahme durchgezogen, die sehr gut ankam“, freut sich der Trainer. „Da wächst wieder etwas Tolles zusammen. Möglich ist das dadurch, dass zu meinen verbliebenen Jungs im Charakter sehr starke Akteure hinzu gekommen sind.“ Und das ist beim FC Germania schon seit Jahren das Hauptkriterium bei Neuverpflichtungen.
Auszug Eschweiler Zeitung
Nachgefragt
„Immer schwieriger, gute junge Fußballer zu finden“
Michael Burlet Trainer Germania Dürwiß
Es heißt oft: Siege und Titel in der Vorbereitung sind ohne Wert. Gilt das auch in Dürwiß? Burlet: Wir nehmen Pflichtveranstaltungen wie die Stadtmeisterschaft immer gerne mit. Für uns war es eine schöne Sache, jeder konnte sich einrollen. Schließlich sind wir später als die anderen Eschweiler Teams ins Training eingestiegen, da unser erstes Saisonspiel erst am 29. August stattfindet.
Nach einer fantastischen Saison steht die Germania vor dem zweiten Jahr in der Mittelrheinliga. Ihre Erwartungen? Burlet: Die abgelaufene Spielzeit war ein absolutes Ausnahmejahr. Dieses wiederholen zu können, wäre Träumerei. Zwar ist die Qualität unserer Mannschaft gleich geblieben, aber wir werden sicherlich nicht mehr unterschätzt. Das zweite Jahr in einer Liga ist bekanntlich das schwierigste. Daher lautet unser Ziel Klassenerhalt.
Insgesamt ist das Niveau des Eschweiler Fußballs in den vergangenen Jahren gesunken. Woran liegt das? Burlet: Das hat sicherlich auch wirtschaftliche Gründe. Wir stellen zudem fest, dass es immer schwieriger wird, gute junge Eschweiler Fußballer zu finden. Da spielt die Jugendarbeit eine große Rolle. In Bergrath, Hehlrath oder auch bei uns wird da richtig gute Arbeit geleistet. Andere Vereine sind froh, wenn sie gerade mal zwei, drei Jugendmannschaften melden können.
Ich glaube aber, dass der Fußball in Eschweiler die Talsohle durchschritten hat. Viel tiefer geht’s ja auch nicht mehr. Und bei der Stadtmeisterschaft hat man gesehen, dass einige gute Teams heranwachsen. Lohn ist da ein Beispiel, auch Rhenania Eschweiler scheint sich stabilisiert zu haben.


